Sonntag 29.03.2015

Schreibzeit #3

Mein Blog - ein privates Tagebuch?

Ich hatte es ja schon beim letzten Mal geschrieben: Mein Blog ist ein Mischmasch aus vielen Dingen: Ich verlinke regelmäßig *räusper* kreative Ideen, ich mache bei Aktionen wie eben hier Bines Schreibzeit oder 12von12 mit und ja, ich schreibe auch meine ganz privaten Gedanken auf, z.B. bei Mittwochs mag ich oder als der Mann letztes Jahr in den USA war, habe ich mir das a href="http://www.tanjas-traumberg.de/index.jsp?id=3918">#ProjektLiebesTagebuch ausgedacht, also mal so richtig tagebuchmäßig im Blog zu schreiben.

Von einem Tagebuch im klassischen Sinne ist dieses Blog weit entfernt, so wie die meisten anderen Blogs auch. Wenn überhaupt, dann würde ich es am ehesten mit einer Sammelmappe vergleichen, aber nicht mit einem Tagebuch.

Denn ein echtes Tagebuch ist dieses Blog ganz sicher nicht: Ich schreibe nicht über die Sachen, die niemand lesen soll. Warum haben Papiertagebücher sonst wohl ein Schloss? Den Kindern haben wir im Umgang mit dem Netz erklärt, dass sie alles, wirklich alles, was sie irgendwo digital hinterlassen, auch als Plakat auf dem Marktplatz rumtragen würden. Denn genau das ist ein öffentliches Blog: Öffentlich. Und für jeden lesbar, auch die Leute, die man vielleicht nicht erwartet oder nicht lesen lassen würde, wenn man die Wahl hätte.

Ich habe noch alle meine echten Tagebücher und mir würde es nicht im Traum einfallen, sie öffentlich zu stellen. Darin geht es um Herzschmerz und Wut, um Trauer und tiefe Gefühle, hin und wieder um Schwärmereien, aber meist um Verletzungen. Ja, wenn ich auf meine aktive Tagebuchschreibzeit zurück gucke, sind es meist die negativen Gefühle, die ich dort reingeschrieben habe. Gefühle, mit denen ich damals nicht wusste, wohin damit. Vielleicht ist das aber auch eine Altersfrage?

Heute rede ich mit meinem Mann über solche Gefühle. Damals hatte ich niemanden, der mir so zugehört hätte, wie er es tut. Und das Schönste: Ich bekomme von ihm direkte Rückmeldungen zu dem, was ich erzähle. Seit ich meinen Mann kenne, schreibe ich nicht mehr Tagebuch - ich schreibe ein Blog, denn eigentlich schreibe ich gerne, aber Lust, ein Buch zu verfassen habe ich nicht.

Mein Blog dient mir als Plattform, als virtuelles Zuhause, als Pinnwand und ja, auch als kleiner Ausstellungsraum. Hier kann ich Rezepte sammeln, Reiseberichte schreiben, aus meinem Alltag und meinen Erfahrungen erzählen, über Sachen motzen oder Selbstgemachtes zeigen. Viele Sachen schreibe ich aber auch nur auf, um sie nicht zu vergessen und bei Gelegenheit zurück zu blättern.

Ich schreibe ja schon eine ganze Weile und einfach mal 5 oder 10 Jahre zurück zu gehen und zu schauen, was mir da gerade wichtig war - das ist schon interessant. Vielleicht sollte ich diesen Aspekt für mich auch wieder stärker aufgreifen und mich nicht selbst zensieren: Einfach schreiben, was mich bewegt, denn ich ich kann hier schreiben, was ich will - oder eben bewusst Dinge nicht schreiben.

Aber natürlich geht es auch darum, Rückmeldungen zu bekommen. Ein "Hey, das gefällt mir" oder "Danke, dass Du das mit uns geteilt hast!" streicheln die Bloggerseele und motivieren den Schriftsteller in mir, das nächste weiße Blatt füllen zu wollen. Außerdem sehe ich dann, dass ich jemandem mit meinem Geschreibsel nicht nur Zeit geraubt habe, sondern auch irgendwie einen Menschen berührt oder auf neue Gedanken gebracht habe.

Früher gaben die Menschen ihre Erfahrungen am Lagerfeuer weiter und malten an Höhlenwände. Klotüren zeugen auch heute noch von dem Wunsch vieler Menschen, öffentlich zu schreiben. Vielleicht ist ein Blog die moderne Variante davon? Sich irgendwie verewigen, zeigen, dass man da war.

Mit dem pubertären Tagebuch von damals, hat es auf jeden Fall nichts zu tun.
19:12 Uhr | 2 Kommentare | Dies und Das


Samstag 28.03.2015
Die Kinder können sich gerade herrlich über Witze kaputtlachen:

Was liegt am Strand und ist kaum zu verstehen?
Die Nuschel!

Hannah brachte heute den mit aus der Schule:

Was ist schwarz-weiß und hüpft durch den Schnee?
Ein Springuin!

Und Lena war lachte sich fast kringelig, als sie Papa diesen hier erzählte:

Kennst Du den kürzesten Witz der Welt?
Schon vorbei!

Für mich alten Witzeversager haben sie gerade die richtige Länge... ;-)
00:43 Uhr | 1 Kommentar | Notiz an mich


Mittwoch 25.03.2015

Heute fällt es mir eigentlich ziemlich schwer, einen fröhlichen Eintrag über das zu schreiben, was ich mag.

Denn gestern ist ein Flugzeug abgestürzt, das von Barcelona nach Düsseldorf unterwegs war. 4U9525 ist in den Alpen aus bisher ungeklärter Ursache zerschellt und mit ihm sind viele Familien in tiefe Trauer gestürzt.

Ich bin selbst schon zigmal geflogen (habe aber immer nur Angst, wenn der Mann alleine fliegt) und werde am kommenden Montag mit meiner Familie in den gleichen Flugzeugtypen einsteigen, der gestern so vielen Menschen nicht das sicherste Verkehrsmittel der Welt war.

Eine Schülergruppe war an Bord und ich kann mir nur ansatzweise vorstellen, wie sich die Familien und Freunde derzeit fühlen. Ich habe selbst Kinder und ich wünsche mir nichts sehnlicher, als dass wir in der Reihenfolge unserer Geburt auch wieder aus dem Leben gehen.

Und da kommen wir zu dem, was ich mag: Ich mag, dass in unserer Familie offen über den Tod gesprochen wird.

"Mama, weißt Du, dass das Flugzeug in Frankreich abgestürzt ist? Es wäre bis nach Düsseldorf gekommen, wenn es nicht vorher abgestürzt wäre. Ich hole mal eben Geschenkpapier, morgen ist doch der Geburtstag von Nico!"

Die Kinder halten wir von solchen Nachrichten nicht fern, sondern stellen uns den Fragen, versuchen kindgerecht zu erklären.

Wir Großen sprechen offen über alle Eventualitäten. Manchmal reden wir einfach so über das, was getan werden muss, wenn jemand nicht mehr in der Lage ist, alleine zu entscheiden oder stirbt. Welcher Ordner mit welchen Unterlagen wo zu finden ist. Ob es eine Feuer- oder Erdbestattung sein soll.

Ob es naiv ist, oder uns einfach nur vor dem Wahnsinn bewahrt, weiß ich nicht, aber wir gehen immer davon aus, dass wir der Reihenfolge nach sterben werden: Die Alten vor den Jungen.

Ich war auch schon auf der Beerdigung eines Babys. Und natürlich stellt man sich da noch mehr als ohnehin schon die Frage nach dem Warum. Nur kann man das leider nie beantworten.

Ich erinnere mich noch gut an den Abend, als wir Richtfest feierten: Ein oder zwei Tage vorher hatten wir einen Nachbarn beerdigt, doch seine Familie feierte mit uns das Richtfest. Wir tranken auf die Toten und das Leben, lachten und weinten und meine anfängliche Beklommenheit wich ganz schnell, als die Witwe zu mir sagte "Wir feiern zusammen und wir trauern zusammen, so ist das Leben nun mal!" Darauf ein Likörchen!

Und so genieße ich meine Familie, das ansteckende Lachen der Kleinen, den Humor der Großen und all die Alltagssorgen verschwinden, wenn ich weiß, dass ich wieder einen Tag mit meinen Lieben verbringen konnte. Was der nächste Tag bringt, kann niemand wissen.
20:18 Uhr | 1 Kommentar | Dies und Das


Montag 23.03.2015
Montags-Macher

Heute habe ich eine Osteredition der Montags-Macher für Euch, und zwar größtenteils selbst erprobte Sachen, denn ich hatte am Freitag ein kleines Freundinnenfrühstück zur SoFi.

Da unser Frühstück das letzte vor Ostern war, habe ich den Tisch ein bißchen österlich gestaltet.

Aus Papierservietten habe ich diese süßen Hasen gemacht: Ein bißchen grünes Bastband (weil ich keine Blümchen mehr pflücken war) musste reichen und dazu eine Eierkerze - da ich nicht auf meine Stoffservietten zurückgegriffen habe, konnten die Freundinnen ihre Häschen sogar mitnehmen!

Für die Freundinnenkinder habe ich ganz einfache Butterbrottüten zu kleinen Häschentüten gebunden und mit Süßigkeiten gefüllt. Drangehängt habe ich noch weiße Kunststoffeier zum Selbstbemalen!

Auch wenn wir uns zum Frühstücken treffen, mache ich gerne ein kleines Dessert. Denn den Rat "Life is short, eat dessert first!" sollte man hin und wieder befolgen.

Ich habe gezielt nach einem Dessert mit Eierlikör gesucht und bin bei Herzfutter fündig geworden:

Ich habe das Rezept nur als Basis verwendet und abgewandelt. Da ich ohnehin noch die Rosenmuffins mit Mandelmehl gebacken habe, habe ich einen Teil des Teigs mit dunkler Schokolade gemacht und als unterste Schicht für die Desserts verwendet. Hätte ich auch noch Lust gehabt, selbst Eierlikör zu machen (geht echt super schnell!), wäre das Ganze sogar komplett zuckerfrei und lowcarb geworden!

Bei Glasklar und kunterbunt habe ich mir die Idee stibitzt, ausgeblasene Eier mal von Innen zu bemalen! Ich habe dann noch ein Minivogelhäuschen mit reingestellt und bin total verliebt!

Und hier noch ein paar zusätzliche Links:

Habt Ihr auch noch tausende Loom Bänder in den Kinderzimmern rumfliegen? Nutzt sie doch einfach zum Eierfärben für interessante Effekte!

Sehr süß finde ich diese mit einem Sharpie gepunkteten Eier. Gleiches Prinzip mit Stempelfarbe auf Karten oder Stoffmalfarbe auf Shirts - eine Idee, viele Möglichkeiten!

Für alle, die lieber natürlich ihre Eier färben wollen, habe ich hier noch eine schöne Übersicht, welche Naturprodukte welche Farben zaubern.

Und nun viel Spaß beim Nachmachen und sicherheitshalber schon mal Frohe Ostern!
13:23 Uhr | 3 Kommentare | Montagsmacher


Sonntag 22.03.2015
Na, das war ja wohl gar nichts mit der der SoFi in NRW:

Der Himmel war grau und die Verdunklung nur minimal zu merken, da es ohnehin schon dunkel und nebelig war.

Nun denn, ich hatte immerhin ein sonniges Frühstück mit Freundinnen und das gute Gewissen, dass die Kinder - wenn die Sonne denn zu sehen gewesen wäre - gut vorbereitet waren. In der Grundschule wurde das Ereignis im Fernsehen verfolgt und die nächste Sonnenfinsternis kommt bestimmt! ;-)

Als Ausklang hatten wir dann noch einen lustigen Weiberabend in kleiner Runde - bis zum Aufgang der Säufersonne. Noch so ein Wort, dass ich neu gelernt habe!
11:30 Uhr | kommentieren | Dies und Das


Donnerstag 19.03.2015
Entschuldigt, dass ich den Traumberg doch wieder vernachlässige, aber das reale Leben ist halt manchmal etwas wuselig.

Termine, Elternsprechtag und Arbeiten, für die geübt werden muss und dann auch noch die Sonnenfinsternis!

Ich finde es unfassbar, mit wie vielen Menschen ich diese Woche gesprochen habe, die nicht wussten, dass morgen eine partielle Sonnenfinster über Europa zu sehen ist. Leben die denn alle in einem Schrank?!

Die Zeitungen sind davon voll!

Sehr begeistert war ich allerdings von der Aktion unseres Gymnasiums: Die Schüler durften bei einer Sammelbestellung auch für die Familienmitglieder Zuhause SoFi-Brillen bestellen! Großartig! Allerdings liegt es, da die Lehrer die Verantwortung für die Kinder tragen, in ihrem Ermessen, ob sie mit den Kindern nach draußen gehen.

Ich erinnere mich noch gut an die SoFi 1999 - das war ja in Deutschland eine totale Sonnenfinsternis und zumindest in Münster war der Himmel klar und der vor die Sonne wandernde Mond war wunderbar zu sehen.

Ich habe mit etlichen Mitbewohnern aus meinen Studentenwohnheim auf dem Hof gestanden und mit einer Schweißschirmscheibe, die ich von meinem Vater mitgenommen hatte, das Schauspiel beobachtet.

Wir hatten uns gegenseitig die SoFi-Brillen und meine Scheibe rumgereicht, so dass jeder mal gucken konnte.

Ich erinnere mich noch daran, wie es immer dunkler und erschreckenderweise auch immer kälter wurde. Es war eigentlich ein sonniger und warmer Tag, aber man hat mit der Dunkelheit auch ganz deutlich den Temperaturabfall gespürt.

Die Vögel wurden schweigsam, dafür wurden die Ahs und Ohs auf dem Hof des Studentenwohnheims immer mehr.

Es war schon ein ziemlich beeindruckendes Spektakel - gepaart mit dem beginnenden Milleniumstheater und der Angst vorm Computercrash - konnte ich mir gut vorstellen, wie sich die Menschen vor ein paar tausend Jahren bei solchen Ereignissen gefürchtet haben müssen, wenn schon in der aufgeklärten Zeit so ein Gewese gemacht wurde.

Und nun ist morgen wieder eine Sonnenfinsternis über Deutschland, wenn auch nur eine partielle.

Und ich bin nun nicht mehr Studentin, sondern Mutter und bekomme eine ganz andere Seite der SoFi mit:

In Kindergärten und Grundschulen werden morgen die Kinder während der SoFi in den verdunkelten Gebäuden gehalten. Von Kindergärten habe ich gehört, dass sie gar nicht vor die Tür gehen, da man einen Haufen wuseliger Kindergartenkinder nicht bei dem aktuellen Betreuungsschlüssel so beaufsichtigen kann, dass sicher kein Kind ohne Schutzbrille in die Sonne schaut.

An unserer Grundschule dürfen die Kinder, die eine schriftliche Einverständniserklärung und eine CE-geprüfte SoFi Brille haben, aber in Kleingruppen und mit einer Lehrerin auf dem Schulhof das Ereignis live miterleben!

Ich bin so dankbar, dass das möglich ist, denn diese Sonnenfinsternis ist ein ziemlich einmaliges Ereignis für unsere Kinder: In Deutschland ist die nächste SoFi nämlich erst 2081 zu sehen!

Also dann: Wir sind vorbereitet!
20:26 Uhr | 1 Kommentar | Dies und Das


Sonntag 15.03.2015
Am Wochenende hatte Lena Pepe, den Piratenlöwen aus der Schule mitgebracht. Jedes Kind darf Pepe einmal in der Grundschulzeit für ein Wochenende mit nach Hause nehmen - dieses Mal war Lena dran.

Natürlich mussten wir mit Pepe einiges unternehmen, also stand das Wochenende unter dem Motto "Pirat Pepe on Tour"!

Am Freitag wurde bei herrlichstem Sonnenschein (aber immer noch eisigen Temperaturen) eine Radtour gemacht und Pepe allerhand wilde Tiere gezeigt. So ein Schwan ist überraschend groß, wenn er direkt neben einem steht!

Am Samstag haben wir Pepe das Schokoladen Museum in Köln gezeigt. Der Schokoladenbrunnen ist und bleibt natürlich ein Highlight im Museum, aber neuerdings kann man sich gegen Aufpreis eine eigene Schokoladentafel herstellen lassen. Okay, wir waren vor gut neun Jahren das letzte Mal da, vielleicht ist das also auch nicht mehr sooo neu. ;-)

Die Kinder stürzten sich natürlich mit Feuereifer auf die Auswahl erlesener Lieblingszutaten und eine Dreiviertelstunde später waren zwei Tafeln mit unterschiedlichen Zutaten fertig.

Die Wartezeit haben wir u.a. im Café verbracht und heiße Schokolade und ein Stückchen Mousse au Chocolat Kuchen (der war so groß, dass wir ihn mit vier Gabeln bestellten) genossen. Ich hatte dazu einen "Geist der Azteken" Kakao mit Tabasco, Chiliflocken, einem Klecks Schokolade aus dem Schokoladenbrunnen, sowie Rum und Tequila. Sehr lecker! *hicks*

Nachdem wir die Schokoladen abgeholt und das ganze Museum von vorne bis hinten durchforstet hatten, machten wir uns auf den Weg Richtung Dom. Allerdings mussten wir dafür an einem Junggesellenabschied vorbei und fragwürdige Süßigkeiten (anatomisch korrekt - macht Euch Euer eigenes Bild! *ggg*) kaufen und Kurze trinken.

Um nicht an noch mehr solcher Gruppen vorbei zu müssen, bogen wir in eine Seitenstrasse ab und kamen an einer Bonbonmanufaktur vorbei. Okay, Pepe muss ja was geboten werden, also rein!

Der Duft war umwerfend, der Geschmack auch und so kauften wir noch ein Tütchen Limettenbonbons und zogen weiter. Leider war im Dom gerade eine Messe, so dass wir das Richterfenster nicht anschauen konnten. Da es aber ohnehin regnete und langsam dunkel wurde, war das kein großer Verlust und Köln ist ja auch nicht aus der Welt.

Dass wir dennoch für den Hinweg zwei und für den Rückweg mehr als eine Stunde gebraucht haben, liegt an den unglaublich vielen Baustellen und Unfällen auf den Autobahnen - normalerweise geht es ja wirklich schneller.

Heute gab es dann "Sendung Maus" - ein wichtiger Teil unseres Sonntagsrituals - und eine erneute Kelleraufräumaktion (führen wir garantiert nicht als Sonntagsroutine ein!) und leckere Apfel-Rosen-Muffins - getreidefrei, paleo und echt lecker.

Ich denke, Pepe hat sich ganz wohl gefühlt - und wir hatten auch eine tolle Zeit!
19:21 Uhr | kommentieren | Unterwegs


Freitag 13.03.2015
Wenn man sich mal kurz frischmachen möchte, sich deshalb eine Ladung kaltes Wasser mit beiden Händen ins Gesicht schaufelt und erst dann erschrocken feststellt, dass man die Brille noch aufhat, kann man sicher sein, dass Freitag, der 13. ist...
15:33 Uhr | kommentieren | Dies und Das

Donnerstag 12.03.2015
12 von 12 im März

Während sich die Kinder mit "Pur+" schlau machen, zeige ich mal schnell meine 12 von 12 im März!

Der Sonnenschein konnte nicht darüber hinweg täuschen: Es ist morgens immer noch arschkalt. Gerade mal 0°C zeigte das Thermometer, gegen Mittag kamen wir dann bei 12°C an.

Also den Kindern die Butterbrotdosen gepackt und auf Mützen bestanden. Butterbrote gibt es bei uns zwar nicht, aber ich liebe die Lunch Bots, vor allem die Version Trio, auch genau deswegen, weil sie einzelne Kammern haben, in die man Minisalamis, Apfelschnitze und sonstigen Kleinkrams getrennt von einander einpacken kann.

Wenn die Kinder aus dem Haus sind, trinke ich meinen Kaffee und lese den Fortsetzungsroman in der Zeitung. Aktuell: Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln. Hm, so richtig in Fahrt kommt das Buch bisher noch nicht, aber für einen kleinen Einblick in die japanische Kultur reichte es schon.

Danach das übliche Programm: Badezimmer reinigen, Wäsche waschen und den Haushalt schmeißen bis unsere Friseurmeisterin kam und uns wieder frühlingsfrisch machte. Danach noch ein bißchen für ebookeria arbeiten und ab zum Wochenmarkt.

Leider ist ein Obsthändler nicht mehr auf dem Markt dabei. Das ist schon schade, wenn man sich in den letzten 13 Jahren jede Woche gesehen hat, aber wenn es nicht wirtschaftlich ist, muss man konsequent sein und aufhören. Das freute die Jungs von der Steakschmiede, die heute zum ersten Mal ihren Stand mit herrlichstem Fleisch aufgebaut haben. Sogar einen Grill haben sie dabei. Das ist eine nette Ergänzung des ohnehin schon tollen Angebots auf unserem Wochenmarkt!

Zuhause gab es dann allerdings statt "dry aged" Steaks selbstgemachtes Fast Food: Pommes, Currywurst und Cole Slaw.

Ich kann ja mal wieder über unser Essverhalten schreiben, da bestand, glaube ich, doch Interesse dran. Ganz kurz vorweg: Ich esse momentan lowcarb mit maximal 100g Kohlenhydraten am Tag, der Mann isst Paleo und Keto. Die Kinder essen, was wir kochen. ;-)

Hannah ist morgen zu einem Geburtstag eingeladen, da haben wir zusammen das Geschenk eingepackt und endlich mal wieder den Plotter angeschmissen. Das süße Schleifen Freebie von Herzideen kam da gerade richtig!

Am Nachmittag hatte Lena eine Freundin hier und als noch eine zweite Freundin mit Mama dazu kam, zogen wir mit Teekanne auf den Spielplatz. Die Temperaturen waren mittlerweile okay, aber wenn man nur so rumsitzt, wird es trotzdem ganz schön frisch. Ist halt noch nicht Sommer!

Da kam die Pho, die der Mann schon mal gekocht hat (die Brühe dafür kochte 24 Stunden im Instantpot), genau richtig: So eine leckere Suppe macht wieder schön warm!

Und jetzt schaue ich mal, was bei den anderen so los war und dann geht es mit dem Mann in die Eckkneipe unseres Vertrauens, London planen!
19:57 Uhr | kommentieren | Dies und Das


Mittwoch 11.03.2015

Ich mag liebe meinen Mann und ich mag es, zu reisen. Und beides nicht nur mittwochs! ;-)

Der Mann und ich haben uns an einem Sonntag vor ziemlich genau 13 Jahren kennengelernt, an dem wir nach einem ewig langen Telefonat mit unendlich peinlichen Geständnissen meinerseits (ich habe PUR CDs besessen!) im offenen Cabrio durchs Ruhrgebiet gedüst sind. Es war zwar etwas frisch, aber hey! Cabriofahrt! Da sagt man doch nicht "Ach nee, lass mal ruhig zu..."

Drei Wochen später verbrachten wir eine Nacht bei einem Freund in Bad Driburg (Eddie musste Holger doch kennenlernen und sein Okay geben!), am nächsten Wochenende halfen wir ihm in der neuen Wohnung in Münster (was für ein Absturz am Abend im Keller der Boeselburg!) und fuhren am nächsten Tag spontan nach Bremen weiter. Wenn man schon mal unterwegs ist...

An "Mr Winkelman" denke ich noch heute bei jeder Tasse Tee, die ich mir koche! Wir hätten stundenlang einfach nur im Frühstücksraum sitzen und diesem hochmotiviertem Menschen bei seinem Job zu sehen können! So viel Feuer und Elan sieht man selten! Und überhaupt war das Marriott einfach großartig: Schnell eine Vase für die halb vertrocknete Rose organisiert, Schampus aufs Zimmer und ein wirklich toller Ausblick auf die Stadt.

Die Feiertage im Mai verbrachten wir unterwegs: Spontan nach Frankreich, ein toller Tag in Heidelberg, das viel zu enge Parkhaus in Metz, in dem der Wagen mehrfach aufsetzte, und wie wir es aus Ottoschwanden herausgeschafft haben, ist mir immer noch ein Rätsel!

Wenn wir nicht gerade unterwegs waren, waren wir auf fünf Hochzeiten in sechs Wochen und immer in anderen Städten! Mal schliefen wir in einer Pizzeria und bekamen dort das beste Frühstück aller Zeiten, ein anderes Mal übernachteten wir mit den anderen Gästen in einem christlichen Jugendgästehaus und hatten einen tollen Pfälzer Abend vor der Hochzeit.

Als wir dann den Sommerurlaub in Portugal (Holger sagte "Mach mal die Augen zu und zieh einen Reiseführer aus dem Stapel!" - er hat mich zur Seite geschubst, sonst wären es die Seyschellen geworden!) gebucht haben, hatten wir schon ein paar tolle Kurzurlaube miteinander verbracht und als wir zurückkamen, stand fest, dass wir zusammen ziehen werden.

Ziemlich genau ein halbes Jahr, nachdem ich zum ersten Mal zu dem fremden Mann ins Cabrio gestiegen bin, zog ich bei ihm ein. Drei Monate später machte mir der beste Mann der Welt einen Heiratsantrag in New York, wo wir beim ersten Schnee nach 25 Jahren durch den Central Park gelaufen sind und am ersten Weihnachtsfeiertag in Chinatown Gratiskakao im Starbucks bekamen.

Warum ich das alles erzähle? Weil unsere Liebesgeschichte auch eine Geschichte von vielen Reisen ist. Wir sind einfach gerne unterwegs. Aber das kennen wir beide nicht anders:

Unsere Eltern haben mit uns jedes Jahr Urlaube gemacht: Während Holger meist Flugreisen mit seinen Eltern unternommen hat, war ich mit meinen Eltern in Europa unterwegs.

Wir fuhren immer mit dem Auto, gerne 1200km am Stück mit einer kurzen Zwischenübernachtung auf einem Rastplatz in Nürnberg, Füße auf dem Armaturenbrett, wenn wir nachts um zwei losgefahren sind. Immer mit dabei: Unser Dackel Sascha, der hinterm Fahrersitz auf dem Boden schlief.

Meistens zog es uns in den Süden: Viele Male fuhren wir nach Österreich an den Wörthersee - wie war ich verliebt in Hannes, den Sohn der Wirte, in dessen Zimmer ich einen Urlaub lang auch schlafen durfte. Er hatte eine Dschungelbuchtapete und Stinkbomben in seinem Zimmer! Mit seiner Mutter habe ich zusammen in der privaten Küche gebacken und durfte als einziger Gast das Klo mit dem Burgblick benutzen. Einmal hat mich der Wirt am langen Arm bei einer Bergtour abgeseilt! Ein Bär von einem Mann - vor allem, wenn man sieben Jahre alt ist!

Ganz oft ging es nach Jugoslawien (ich war auf der Burg der Roten Zora!), einmal waren wir am Gardasee, dann ging es in den Schwarzwald, als der Bürgerkrieg in Jugoslawien tobte. Dort küsste ich einen Schotten namens Paul und ich verstand endlich den erweiterten Infinitiv: "I don?t want you to go!" Leider blieb Sascha im Schwarzwald - nach 13 Jahren, zweimal Dackellähmung und Krebs musste er wegen akuter Blutungen eingeschläfert werden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er im Garten des Tierarztes begraben wurde.

Wir fuhren an die Ostsee, machten Kur-Urlaube in Bayern und liefen durch eine Klamm als ein fürchterliches Gewitter uns überraschte. Wir lernten auch Freunde im Urlaub kennen, die wir dann wiederum besuchen fuhren. So kamen wir mal spontan nach Wien!

Mein erster Flug war übrigens in einem Segelflugzeug! Leider war die Thermik nicht gut und es war nach 15 Minuten vorbei. Mein erster Flug in einer Propellermaschine ging von Amsterdam nach Brüssel und dann direkt bis Chicago. Da war ich schon im Studium!

Reisen ist einfach toll und man hat immer einen unglaublichen Schatz an Geschichten! Und es ist einfach großartig, einen Menschen an meiner Seite zu haben, der nicht nur in diesem Punkt genauso tickt wie ich.

Wenn man das nun alles weiß, ist es auch nicht sonderlich verwunderlich, dass wir dieses Jahr am Tag unseres Kennenlernens ganz spontan eine Woche London gebucht haben. Wir wollten da beide immer schon mal hin und das große Kind quengelt schon länger, dass sie mal in ein Land möchte, wo sie ihr Englischwissen anwenden kann. Also sind wir die erste Osterferienwoche in der Stadt an der Themse.

Wie schon in Barcelona und Berlin haben wir auch dieses Mal kein Hotel gebucht, sondern eine Privatwohnung im Zentrum. Ich bin gespannt, wie es wird und nehme Tipps zu kleinen versteckten Cafés, Insiderwissen über die tollsten Märkte oder auch "Geht bloß nicht da und da hin!" Hinweise gerne entgegen.

Aber ich mag es ohnehin, wenn wir uns einfach treiben lassen und schauen, was passiert. Die Ereignisse, an die man sich sein Leben lang erinnert, kann man sowieso nicht planen.

Die touristischen Highlights werde wir sicherlich mitnehmen, aber ein paar Tage einfach nur die Stadt aufsaugen und dann immer wieder gerne darüber abends reden, das ist das Tolle. So wie Frederik in der Geschichte von Leo Lionni die Sonnenstrahlen sammelt und im dunklen Winter mit seinen Geschichten die anderen Mäuse aufwärmt.

Ja, ich mag es zu reisen.
20:55 Uhr | 4 Kommentare | Mittwochs mag ich


Dienstag 10.03.2015
Am Wochenende haben wir das traumhafte Wetter genutzt, um einen Ausflug zu machen. Bei knapp 20°C und Sonnenschein muss man einfach raus!

Ursprünglich wollten wir einfach nur ein bißchen in Richtung Niederrhein fahren und an der Schlossruine Hertefeld in den Tierpark Weeze gehen. Kindertauglich - definitiv.

Das einzige, was wir von diesem Plan in die Tat umgesetzt haben, war die Fahrt mit der Rheinfähre in Kaiserswerth!

Danach fuhren wir spontan in Xanten von der Autobahn ab, denn dort waren wir noch nie! Wer sich erinnert: Mein Neujahrsvorsatz ist "Jede Gelegenheit nutzen!" - also hin!

Zuerst liefen wir durch die historische Altstadt und entdeckten direkt am Dom St. Viktor den ersten "Selfie Point" und knipsten natürlich unsere gut gelaunten Gesichter vor dem Dom. Die "echten" Fotografen, die das herrliche Wetter natürlich ebenfalls nutzen, grinsten zwar, aber wenn es schon solche tollen Selfie Punkte gibt, werden die auch genutzt! ;-)

Nach einem Mittagessen und schwarzem Vanilleeis, zogen wir weiter und kamen an der Kriemhild-Mühle vorbei: "Große Nase ein Euro, kleine Nase halber Euro pro Aufstieg - Abstieg kostenlos!" So ein Angebot läßt man sich nicht entgehen!

Also steile Leitern hochgeklettert und die Mühle von innen erkundet! Die Kinder durften alles anfassen, selbst ein bißchen Korn mahlen und der Ausblick war toll! Die Mühle ist noch täglich in Betrieb und wir waren alle erstaunt, wie laut und schnell sich die Flügel drehen!

Danach ging es (mit "Vollkornhose"! Ein Insiderwitz, Entschuldigung!) in den APX, den Archäologischen Park Xanten mit vielen Ausgrabungen aus der Römerzeit. Dass der so nah an der Stadt liegt, hatte ich auch nicht gewusst, aber wenn man drüber nachdenkt, ist das natürlich logisch!

Die Akustik im Amphitheater ist umwerfend! Wer in der Mitte steht, wird ohne Probleme auch auf den billigen Plätzen ganz oben noch wunderbar verstanden - und das ganz ohne Mikro und Technik!

Die neue Ausstellung im Gang unter der Tribüne zeigte eine Menge interessantes zu den Gladiatorenkämpfen (es gab übrigens auch Gladiatorinnen!), und Lena gefiel besonders die Bärenanimation im dunklen Gang. Etwas gruseliger war der andere Gang: Trotz Sonnenscheins war es dort kalt und dunkel und ein bißchen konnte man sich in die armen Seelen versetzen, wie sie vor dem Kampf dort gestanden haben mussten.

Auch die römische Herberge mit toll hergerichteten Zimmern und den eingegrabenen Amphoren im Kühlkeller war sehenswert. Und als wir dann noch einen "Selfie-Römer" (hier bitte das Gegacker des Kleinen Kindes gedanklich einfügen) entdeckten, war der Tierpark endgültig vergessen!

Aber besonders beeindruckend fanden wir den sogenannten Hafentempel. Da kam doch glatt ein bißchen Urlaubsfeeling auf - Akropolis adieu! ;-)

Ich hatte erst etwas Angst, dass das Thema zu trocken für die Kids ist, aber da alles angefasst und ausprobiert werden konnte, waren wir uns am Ende des Tages einig: Da müssen wir nochmal hin!

Zurück ging es dann wieder mit der Rheinfähre - und da war es dann wieder: Das Gefühl von Urlaub in der Heimat!
21:07 Uhr | 3 Kommentare | Unterwegs


Donnerstag 05.03.2015
Ich habe seit Langem mal wieder die Häkelnadeln rausgeholt und die wirklich süßen Little Spring Mandalas von Barbara nachgehäkelt.

Aufmerksam wurde ich darauf via Instagram, um ganz genau zu sein, weil Eva mir ein herrliches Mandala geschickt hat, das ich sehr in Ehren halte.

Diese kleinen Mandalas sind perfekt, um sie beim Warten irgendwo fertig zu machen oder um einfach mal ein bißchen zur Ruhe zu kommen. Ich muss mich nämlich noch so aufs Häkeln konzentrieren, dass ich gar keine Zeit für andere Gedanken habe. Abschalten durch konzentrierte Tätigkeit oder so. ;-)

Evas Version ist das rechts unten und da sieht zwei Sachen ganz deutlich:
1. Eva häkelt bedeutend länger und daher sehr viel genauer und besser als ich.
2. Sie hat Baumwollgarn verwendet und ich nur fusselig wirkendes Acrylgarn. Ich finde es mit Baumwolle einfach "definierter". Sagt man das so? Im Englischen bezeichnet man das gerne als "crisp", wenn die Kanten schärfer sind und alles klarer wirkt.

Ich werde wohl nochmal Baumwollgarn kaufen und mich an Sophie‘s Universe CAL wagen, auch wenn es für mich eine echte Herausforderung ist, aber irgendwie habe ich da jetzt Lust drauf!

Oder ich häkel erstmal meine "Spielplatzdecke" fertig... Einen ganzen Schwung der Sunburst Granny Squares habe ich ja immerhin schon fertig...

Und hiermit wandere ich jetzt zu RUMS und zur Häkelliebe. Vielen Dank fürs Vorbeischauen!
18:46 Uhr | 8 Kommentare | Kreatives Chaos


Montag 02.03.2015
Heute wegen Kindergeburtstags keine Montagsmacher.

Aber Ihr könnt Euch ja rückwärts durch die letzten Jahre klicken!

Ich wünsche Euch trotzdem einen guten Start in die Woche!
21:01 Uhr | 2 Kommentare | Montagsmacher


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