Sonntag 07.12.2008
Gestern habe ich mich ernsthaft gefragt, ob ein Kilo Mehl wirklich eine Staubexplosion verursachen kann. Aber wahrscheinlich kam das Chaos nur daher, dass der halbe Kinderzimmerinhalt in die Küche gesschleppt und anschließend Pizzateig ausgerollt wurde.

Da mich solch wichtige Fragen beschäftigten (und das Aufräumen einige Zeit in Anspruch nahm), habe ich ganz vergessen, von Freitag zu berichten:

Da wurden hier nämlich fleißigst Muffins und Brownies gebacken, die Kinderzimmer etwas aufgeräumt und die Knitterfalten im Küchensofa glattgestrichen, denn Besuch hatte sich angekündigt.

Und so standen dann auch dank meiner brillianten Wegbeschreibung pünktlich um viertel nach drei Ulli, Paula und Nicole auf der Matte.

Wie nicht anders zu erwarten, war es ein unterhaltsamer, lustiger und sehr entspannter Nachmittag. Falls Ihr nochmal wegen Perlenladen oder Lagerverkauf in der Nähe seid...

Paula und Hannah verkrochen sich recht schnell mit Knicklichtern bewaffnet im abgedunkelten Kinderzimmer (wie gut, dass kein Lego mehr auf dem Boden lag, es hätte sonst sicherlich Verletzte gegeben!), während wir Großen in der Küche von Höcksken auf Stöcksken kamen und die Zeit zwischen Lachen und Kuchen mampfen schnell verging.

Ulli durfte ihre vor Monaten bestellte Tasche endlich in Empfang nehmen (das Bügeleisen stand noch heiß auf der Küchentheke - ich sollte mal an diesem "Auf den letzten Drücker"-Ding arbeiten...) und meinen armen Kindern einen Haarklammerhalter entreißen ;-), während sich Nicole spontan in zwei Stoffe verliebte, die ich nun für sie in Form bringen werde.

Lena knipste fleißig Fotos (Ulli, die langen Haare stehen Dir übrigens super!), was wir Großen mal wieder ganz vergaßen und mischte auch so nach dem Mittagsschlaf die Runde gut auf. Mit drei Puppenbuggies klapperten die Damen durch die Wohnung und erfreuten sich an dudelnder Musik.

Hannah hätte gerne Paula über Nacht dabehalten, aber das verschieben wir vorerst auf einen nicht näher datierten Zeitpunkt in der Zukunft! ;-)

Schön war's mit Euch, meinetwegen hättet Ihr aber auch alle über Nacht bleiben können!
10:35 Uhr | 3 Kommentare | Dies und Das


Freitag 05.12.2008
Etwas gruselig, eine Mail mit dem Betreff "TOT" zu bekommen.

Wenn sich dahinter aber eine Einladung zum "Tag der offenen Tür" einer benachbarten Schule verbirgt, ist es doch eher nett statt angsteinflößend!
13:53 Uhr | 1 Kommentar | Dies und Das


Donnerstag 04.12.2008
Ich habe gerade mit den Mädels eine Pfützen-"Nacht"-Wanderung gemacht, so früh wie es momentan dunkel ist.

Dabei lernt man nicht nur, welche Matschhosen und Schuhe auch wirklich wasserdicht sind und wo die größten, tiefsten und dreckigsten Pfützen sind, sondern auch wie wichtig es ist, Kinder mit Reflektoren auszustatten.

Ich habe ein paar Kinder eher gehört als gesehen (ok, das ist bei Kindern oft so) und mich gefragt, ob ich als Autofahrer noch rechtzeitig hätte bremsen können. Wahrscheinlich nicht.

Meine beiden hatte Leuchtkragen an und holten ein bißchen 80er Jahre Neonstyle zurück auf die Straße. Jetzt setzten sie gerade das Badezimmer unter Wasser, wärmen hoffentlich schnell wieder auf und werden nachher gut schlafen können.

Und ich überlege gerade, ob ich aus den fünf Metern Reflektorbändern irgendwas Sinnvolles nähen kann.
17:34 Uhr | 1 Kommentar | Dies und Das


Mittwoch 03.12.2008
Wieder einen Schritt näher an einem Weihnachtsgeschenk: Die telefonische Beratung war klasse. Jetzt muss ich mich nur noch durchringen, es zu bestellen.
15:35 Uhr | 1 Kommentar | Dies und Das

Dienstag 02.12.2008
Tanja, das Internet und das 21. Jahrhundert

Ich mache meine Bankgeschäfte übers Internet. Ich kaufe und verkaufe bei ebay. Telefonieren heißt bei uns immer öfter "skypen" und ein ganzer Haufen Axtmörder gehört mittlerweile auch zum realen Freundeskreis.

Ich habe einen Chefkoch für Inspirationen am Herd, lasse mir von vielen Hobbyschneiderinnen Tipps für Nähprobleme geben und selbst die Weihnachtswichtel kommen aus den Tiefen des Internetz.

Hat Hannah eine Frage, die ich spontan nicht beantworten kann, wird gemeinsam gegoogelt oder bei Wikipedia "nachgeschlagen". Möchte ich wissen, wie ich von A nach B komme oder ob das online zu buchende Hotel wirklich am Strand liegt, hilft mir Google Maps weiter.

Alte Bekannte und Schulfreunde finde ich bei Xing wieder und wann ich das letzte Buch in einer Buchhandlung gekauft habe, weiß ich nicht, denn Amazon schlägt mir doch so toll vor, was ich mögen könnte.

Und ich habe dieses Blog. Seit gut sechs Jahren.

Immer wieder mal gibt es Zeiten, in denen ich hinterfrage, zweifle oder einfach nur den Kaffee auf habe. In denen Trolle nerven oder Menschen in meiner direkten Umgebung meinen, mich zu kennen, weil sie hier hin und wieder lesen und Schlüsse daraus ziehen, die nicht berechtigt sind.

Lustig hingegen ist, dass manche Freunde sich längere Zeit nicht melden, weil sie ja meinen, über unser Leben auf dem Laufenden zu sein und vergessen, dass hier nicht alles steht oder ich in ihr Leben nicht auf dem Monitor gucken kann.

Es gibt kein Passwort auf dem Traumberg und ich versteck mich auch nicht hinter einem Pseudonym. Wer hier schreibt ist immer klar, auch wenn dadurch noch lange nicht klar ist, wer Tanja vom Traumberg nun ist.

Wie sagt eine Zeichentrickfigur von Janosch so schön: "Eine Geschichte muss nicht wahr sein. Es reicht, wenn sie ungefähr stimmen könnte!"

Und da ist was dran.

Hier gibt es keine erstunkenen und erlogenen Märchen, aber auch nicht immer die ganze Sicht der Dinge. Ich möchte niemanden verletzen und manche Sachen sind nun mal so privat, dass sie hier nicht zu lesen sind.

Ich schreibe eigentlich immer nach dem Grundsatz "Das würde ich auch meinem Friseur erzählen", auch wenn es den nicht interessieren würde! ;-) Aber im Netz, in den Untiefen der Axtmörderwelt gibt es immer jemanden, den das hier interessiert oder dem es im besten Fall sogar weiterhilft.

Leute, denen es Spaß macht, mein Rezept für Naschkekse oder gebrannte Mandeln durch die Welt zu tragen, die mir virtuell das Händchen halten, wenn mal wieder ein Zahn Mucken macht oder die sich mit freuen, wenn in der Casa Arendt etwas Schönes passiert. Und bei denen ich mitfiebere, ob der Schwangerschaftstest positiv ist, die kranke Katze wieder fit wird oder der neue Haarschnitt für Mützenwochen sorgt.

Ich lese gerne bei anderen Müttern, denn da kriegt man Anregungen und Ideen zu Erziehung, Bespaßung oder Haushaltsfragen, hin und wieder einen Vorgucker auf Zeiten, die wir noch vor uns haben oder einfach nur den Eindruck, dass es bei anderen auch nicht immer so rund läuft und der eigene Kram doch ganz ok ist.

Ich lese gerne bei Menschen, die was ganz anderes machen als ich, denn da bleibt der Blick offen für neue, veränderte Sichtweisen. Ich lese gerne bei Menschen, die authentisch und ehrlich sind, die gut schreiben können oder mich aus den unterschiedlichsten Gründen in ihren Bann ziehen.

Dass es einen Haufen Menschen gibt, die sich in die Bloggergemeinde nicht hineinversetzen können und sich nur angewiedert abwenden, als hätte man ihnen gesagt "Ich mag Kinder. Am liebsten mariniert und gegrillt", ist klar. Obwohl ich dachte, dass Toleranz eigentlich Grundvoraussetzung für menschliches Miteinander ist und man mit mehr als einem Ohrring pro Seite nicht automatisch asozial ist.

Ich kann aber auf deren entsetztes "Muss das denn sein? Das ist ja öff-ent-lich!" gerne verzichten. Dass sie sich dann aber trotzdem mit hunderten Klicks festlesen, sagt auch eine Menge. ;-)

Und auch, wenn ich so einigermaßen im 21. Jahrhundert angekommen bin, mit einem Handy das mehr Speicherplatz hat als mein erster Computer und bessere Bilder macht als mein erster Fotoapparat: Bei Payback mache ich nicht mit und Urlaubsgrüße gibt es immer noch per Postkarte!

So, Schluß jetzt.

Wer hier lesen und auch kommentieren möchte, ist jederzeit herzlich eingeladen. Aber auch Diskussionen sind willkommen, ob ich mich auf alle einlasse, ist was anderes. Und vielleicht lerne ich durch ein leises "Ich lese hier auch!" noch mehr tolle Menschen kennen.

Ich freu mich über jedes "Piep"! :-)
18:20 Uhr | 33 Kommentare | Dies und Das


Montag 01.12.2008
Letztens blieb "Omas Körnerkissen" beim Erwärmen in der Mikrowelle hängen und wäre fast in Flammen aufgegangen.

Der Bezug war vorher schon nicht schön, mit Brandloch ist er aber nur noch schäbbig.

Dank ein paar Resten von misslungenen U-Heft-Hüllen werden nun wehe Bäuche und kalte Füße wieder hübsch warm.
22:09 Uhr | 6 Kommentare | Dies und Das


Winterfest

Die verblühten Geranien sind aus den Blumenkästen raus, eiskalte, nasse Abschnitte vom Thuja stecken jetzt drin und meine Finger sind kurz vorm Erfrieren.

Die Keksdosen sind mit allerlei Plätzchen aufgefüllt.

Der Adventskranz steht schon seit einer Woche auf dem Küchentisch.

Nur zu Weihnachtsdeko kann ich mich noch nicht durchringen. Kann ich aber selten, das heißt also nichts. Mal schauen, wenn ich die Bügelwäsche weg habe, das Stofflager an anderen Stellen untergebracht und alle Papiere abgeheftet habe, die auf der Küchenanrichte rumfliegen, dann hab ich wenigstens Platz für Deko. ;-)
11:26 Uhr | 2 Kommentare | Dies und Das


Freitag 28.11.2008
Beinah wäre ich noch dreimal abgebogen und bei Ikea gewesen, aber Männe meinte auf dem Weg zum Medienhafen "Machen wir morgen!" - wie kann ich da "Nein" sagen?!

Eigentlich brauche ich auch nichts außer einem Stückchen Tierstoff und einem Himmel für Hannahs Bett. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass sich das eine oder andere nette Detail zur Hausverschönerung noch finden wird... ;-)

Nun denn, jetzt sind Sandra und Männe erstmal auf der Weihnachtsfeier ihrer Abteilung und ich denke ehrlich gesagt nicht, dass Holger morgen an einem der vier Samstage vor Weihnachten und mit Schädelweh zum blaugelben Möbelhaus will.

Vielleicht mach ich ja noch Nachtshopping - heute bis 24 Uhr bei Ikea in Düsseldorf! Nur, falls noch einer möchte! ;-)
19:21 Uhr | 3 Kommentare | Dies und Das


Wenn Besuch statt um 16 Uhr schon um 12 Uhr auf der Matte steht, ist das nicht immer mit Streß verbunden.

Zum Beispiel dann nicht, wenn man gerade vom Kinderarzt wiederkommt und wegen ausgefallenem Kindergarten, eitriger Bindehautentzündung und verpasstem Elternratwaffelbacken ausnahmweise aus der Pizzeria an der Ecke drei großen Pizzen mit nach Hause nimmt, um das enttäuschte Kind nicht mit Wirsinggemüse noch mehr runter zu ziehen.

Dann kann sich der vor der Tür stehende Besuch nämlich gleich die Kartons greifen und man hat selbst die Hände für die Einkaufstüten frei!

Und wenn dann auch noch Prinzessinnenmalbücher, diverse Stifte, Aufkleber und für die Eltern Birds Eye Chili Schokoladen von Zotter abfallen, dann darf hier fast jeder zur Mittagszeit reinmaschieren und ist herzlich für eine Nacht willkommen! ;-)

Du bist aber auch ohne das alles jederzeit gern hier gesehen, Sandra!
15:51 Uhr | 1 Kommentar | Dies und Das


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