Sonntag 20.07.2008
Unseren Hochzeitstag haben wir gestern abend ohne Kinder und ein bißchen wie früher verbracht: Planfrei!

Eigentlich wollten wir im Gut Jägerhof die leckeren Steaks genießen, aber das wollten auch noch 300 andere Menschen. Also fragten wir den TomTom, welche Restaurants sich in unserer Nähe befinden. Die Liste enthielt einige McDonalds, Döner-Pizza-Pommes Buden und Restaurants, die uns nichts sagten. Und dann stand da plötzlich "Herr Spoerl". Holger hatte den Namen schon mal irgendwo im Zusammenhang mit leckerem Essen gehört und schwupps, war Herr Spoerl unser Ziel.

In einem Hinterhof versteckt liegt das kleine Restaurant in Düsseldorfs Tußmannstrasse. Die Einrichtung gemütlich: Holzdielen, teilblinde Spiegel und auf den Holztischen Kerzen und Gerbera in alten Colaflaschen.

Die Karte ist mediteran angehaucht und wer schon mal in der Toscana war, wird sofort dorthin zurückversetzt, denn es gibt auf der Karte u.a. Fenchelsalami, Wildscheinsalami und diversa Bruscettavarianten.

Wir haben uns spontan für das Spoerl-Menue entschieden und bekamen als erstes Champagnerrisotto mit Rotbarbe kredenzt. Allerleckerst! Ganz nebenbei war das mein erstes Risotto. Ganz ohne Scheiß. Und dann gleich mit Schampus! ;-)

Dazu ein Fläschchen Wein und für mich als Fahrer nach einem Glas doch lieber rote Orangina.

Der Hauptgang war ein andalusisches Cognac-Huhn aus dem Ofen mit frischem Landbrot. Auch sehr lecker und autentisch.

Aber der absolute Höhepunkt und eine wahre Geschmacksexplosion auslösend war die Lavendel-Orangen-Mousse mit Johannisbeeren. Wie soll man das beschreiben? Eine luftig leichte Mousse mit dezenter Lavendelnote und oben drauf ein, hm, Orangenmus. Bitter, süß, orangig und von Apfelmuskonsistenz. Njammy.

Das war so lecker, dass ich ohne mit der Wimper zu zucken noch eine Portion bestellt habe. Das hat den Koch anscheinend so gefreut, dass er einmal um die Ecke guckte!

Weil die Bedienung es so romantisch fand, dass wir zum Hochzeitstag bei Herrn Spoerl essen gingen, bekamen wir noch ein Beutelchen Spoerl-Kekse zum Abschied geschenkt. Auch wenn man diese Kekse eigentlich nicht teilen will: Hannah und Lena freuen sich immer, wenn wir ihnen was mitbringen!

Da waren wir nicht zum letzten Mal! Danke, TomTom!

Draußen gab es einen superwitzigen Schmuckautomaten mit Glitzer, Ringen, Ketten und nochmehr Glitzer. Leider hatten wir keine 2x2 Euro, sonst wäre ich jetzt wohl im Besitz einer wunderschönen Hutnadel... Hmpf.

Anschließend fuhren wir noch am Rhein und der größten Kirmes Deutschlands vorbei in den Medienhafen und dort natürlich in unsere Lieblingscocktailbar, das Mojitos.

Nach einem Cocktail (Mojito Anecho & Pink Peach Smoothy) ging es wieder Richtung Heimat, wo zwei schlafende Kiddies auf uns warteten.

Was für ein schöner Hochzeitstag!
20:31 Uhr | kommentieren | Dies und Das


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