Sonntag 04.12.2016
Gestern noch in schwindelerregender Höhe auf einer Feuerwehrdrehleiter den Ausblick über die Kö genossen (das geht jeden ersten Samstag im Dezember Dank der Feuerwehr Düsseldorf), heute schon wieder fleißig bei der Adventsbastelei!

Ich habe in der letzten Woche schon dafür vorgearbeitet und angefangen, einen gut abgelagerten Birkenast in Scheiben zu sägen. Der Mann hatte Mitleid und hat gestern Abend noch fleißig gesägt, so dass wir heute morgen mit einem großen Stapel loslegen konnten. Die Stücke sind jeweils etwa 0,5 cm dick, teilweise aber auch etwas dicker, wenn ein Astloch im Weg war.

Da wir keine Lust auf das übliche Einbrennen von Mustern mit dem Lötkolben hatten, haben wir die Holzstücke "heat embossed". Bevor wir mit dem Stempeln starten konnten, mussten die Birkenstücke aber an der Schnittfläche erstmal noch etwas mit Sandpapier abgeschliffen werden.

Beim sogenannten "heat embossing" wird mit langsam trocknender Stempelfarbe das Motiv gestempelt und anschließend mit Embossingpulver bestreut und vorsichtig wieder abgeklopft, so dass nur auf dem Stempelabdruck Farbe bleibt. Das Pulver enthält neben Farbpigmenten auch ein Harz, das beim Erwärmen mit einem Heißluftföhn schmilzt und sich somit dauerhaft mit dem Untergrund verbindet.

Die Kinder haben dann die einzelnen Stücke (teilweise beidseitig) bestempelt und anschließend wurde noch ein Loch in die Scheiben gebohrt und ein Band durchgezogen.

Die Kinder haben noch etwas mehr experimentiert als ich und einige Scheiben komplett in einer Farbe embossed und dann ein filigranes Motiv darauf gesetzt. Auch das Auftragen von Perlenkleber und darauf das Embossingpulver streuen gab tolle 3D Effekte.

Das Abschleifen der Stempelfläche hat sich als gar nicht so wichtig erwiesen: Auch auf den teilweise etwas unebenen Seiten konnte man wunderbar stempeln. Allerdings habe festgestellt, dass sich feine Linien besser embossen lassen als großflächige Motive und das Holz hätte ruhig noch ein bißchen feuchter sein können, denn es haben sich beim heißluftföhnen einige Risse gebildet. Aber es ist ja handgemacht und das darf man ruhig sehen!

Auf die unbestempelten Rückseiten kann man dann noch den Namen des Beschenkten oder das aktuelle Jahr schreiben und fertig sind die Geschenk- oder Tannenbaumanhänger! Natürlich kann man auch einfach nur stempeln oder schreiben - oder eben den Lötkolben rausholen.

Vielleicht habt Ihr ja Lust aufs Nachmachen bekommen!
20:41 Uhr | 1 Kommentar | Kreatives Chaos



Eine wirklich schöne Idee. Ich bastel auch gern mit Naturmaterialien. Und den Kindern macht es auch viel Spaß. Die Weihnachtszeit ist für uns die schöneste Bastelzeit.
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