Mittwoch 28.01.2015

Ich liebe meine Familie wirklich, aber durch das Homeoffice des Mannes und die Tatsache, dass die Kinder nur bis mittags in der Schule sind, bin ich hier so gut wie nie alleine.

Daher mag ich nicht nur mittwochs die Ruhe, die einkehrt, wenn doch mal alle aus dem Haus oder schon im Bett sind.

Wenn ich tagsüber mal alleine bin, was wirklich selten ist, seit der Mann mit den Kindern nicht mehr mittwochs zum Schwimmen fährt, liebe ich es, an kleinen oder großen Projekten rumzuprötschen, die sich gerade ergeben.

Das kann etwas ganz Dröges sein wie Papiere abheften oder auch ein Kreativprojekt, das ich schon lange machen wollte. Meist bin ich aber total pflichtbewusst und mache Papierkram oder räume auf, wenn ich ehrlich bin.

Aber wenn mich keiner stört und ich in Ruhe den Inhalt von Kisten und Ablagen auf beliebiger Fläche verteilen kann, macht mich das irgendwie glücklich. Zumindest, wenn am Ende alles wieder weggeräumt ist. Aber meistens sieht es mitten im Aufräumen schlimmer aus als vorher, oder? Und dann ist es wirklich gut, wenn keiner dazwischen funkt!

Da ich ohnehin ein Nachtmensch bin, ist es für mich auch wunderbar, wenn die Kinder im Bett sind und der Mann vor mir schwächelt und schon ins Bett geht.

Ich sitze dann einfach nur am Küchentisch, lese noch ein bißchen bei gedimmter Beleuchtung oder gucke auch mal eine Folge einer Serie alleine. Manchmal gehe ich an den Laptop, setze mir Kopfhörer auf und höre Musik und surfe einfach durchs Netz. Oder ich spiele noch irgendeins dieser süchtig machenden Spiele auf dem iPad!

Da ich abends ohnehin am produktivsten bin, kann es auch schon mal vorkommen, dass ich mich noch hinsetze und Mails schreibe oder Rechnungen begleiche. Muss ja ohnehin gemacht werden...

Ich mag einfach die Ruhe, die nachts herrscht: Kaum Menschen auf den Strassen und so gut wie keine Geräusche von draußen, drinnen ist auch alles runtergefahren und insgesamt liegt so eine watteweiche Stille über allem.

Fast so wie an den Tagen, an denen Schnee fällt und alles ganz ruhig wird.

Dieses Gefühl würde ich gerne in Gläser abfüllen und aufmachen, wenn man wieder alles drunter und drüber läuft...
19:40 Uhr | 3 Kommentare | Mittwochs mag ich


1. Von Peggy (28.01.2015 21:39 Uhr)

Oh ja.....genauso ist es, hab mich wiedererkannt! Diese "watteweiche Stille" trifft es genau :)
2. Von Reboka http://www.regenbogenkaktus.blogspot.com (29.01.2015 10:10 Uhr)

Dein letzter Satz erinnert mich irgendwie an den Song "Time in a bottle" von Jim Croce.
Ich hab gestern übrigens auch wieder mitgemacht. ;-)
Liebe Grüße aus Graz
Reboka
3. Von tanja (29.01.2015 10:38 Uhr)

Peggy, es freut mich, dass ich es anscheinend gut getroffen habe.

Reboka, oh wie schön! Ich guck mal rüber zu Dir! Und dass hier gerade eine schöne Gitarre im Hintergrund läuft, ahnst Du sicherlich...
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