Mittwoch 23.04.2003
...und er sagte noch: "Setz Dich mal hin und lies Dein Buch zu Ende!" Ich: "Mach ich, heute ist ja nichts zu erledigen." Pustekuchen!

Erst zum Fotografen, Passfotos machen lassen. Beim ersten Versuch war ich schneller als der Blitz und hatte natürlich die Augen zu. Beim zweiten Versuch keine Probleme, nur die Frage, ob es richtig war, die Haare nicht zurück gebunden zu haben.

Weiter zum Bürgerbüro: neuen Perso und neuen Reisepass beantragen. Führerschein geht erst nach der Hochzeit, da eine Meldebestätigung vorliegen muss, die aber erst nach der Trauung ausgestellt werden darf.
Dann die erste Unterschrift mit dem neuem Namen. Ich bitte den netten Herrn, mir einen Schmierzettel zum Üben zu geben, schließlich bleibt die Unterschrift da die nächsten 10 Jahre stehen. Er ist amüsiert, grinst sich einen und meint auf meinen fragenden Blick, dass ich in einem Jahr darüber auch nur noch grinsen würde, denn die Unterschrift würde sich ohnehin noch ändern.
Aber gut, dass ich noch mal geübt habe: das altbekannte "T." geht ohne Probleme, dann erstmal grübeln und schreiben, sieht dämlich aus. Beim zweiten Anlauf will ich wieder mit Stromberg unterschreiben, komme allerdings nur bis zum "St" und merke, dass da was nicht stimmt. Naja, letztendlich sehen sich die zwei Unterschriften auf den Beantragungsbögen sogar ähnlich.

Schnell noch die guten Brötchen für das Sippentreffen geholt, schließlich ist man gerade in der Stadt, dazu neue Bettlaken (im Angebot, wer kann da widerstehen?) und dann weiter zum Getränkegroßhandel.

Verwirrt schaue ich den jungen Mann an, der an meinem Corsa vorbeischlurft während ich den Motor ausmache. Er bleibt am Kofferraum stehen und wundert sich, dass ich mich wunder. "Ham´se nichts?" "Öhm, doch, ´ne Frage."
10 Minuten später fahre ich bestens informiert über Bier-, Stehtisch- und Gläserpreise wieder nach Hause und erzähle hier stolz von meinen Erledigungen, als mir selbst auffällt, dass ich den Hochzeitstermin und nicht den Polterabendtermin für die Bestellung der Stehtische genannt habe. Also anrufen, korrigieren, um Bestätigung per Fax bitten. Schnelles Mittagessen.
Das Fax muckt rum, nochmal anrufen, hinfahren, persönlich die Bestätigung abholen, keinen Parkplatz kriegen, weil im Esprit-Outlet anscheinend Sachen verschenk werden, anders sind die Menschenmengen nicht zu erklären. Die Würstchenbude nebenan hat Hochkonjunktur. Die Atmosphäre im Büro des Getränkelieferanten gleicht der eines Bauwagens, deshalb plaudert man auch sofort, als würde man sich schon lange kennen.

Zuhause angekommen erstmal die Druckerpatrone des Faxgerätes nachgefüllt und einen Termin für die Anprobe des Hochzeitsanzuges gemacht.

Ach ja, in meinem Buch bin ich doch noch weitergekommen, direkt nach dem Frühstück - fünf Seiten...
15:11 Uhr | 2 Kommentare | Dies und Das



Ach ja, Ferien sind schon was Anstrengendes...
2. Von tanja (24.04.2003 16:55 Uhr)

Allerdings! :-)
Kommentare abonnieren

Feed abonnieren