Dienstag 19.06.2007
Unser erster Elternabend im Kindergarten liegt nun hinter uns und somit mein erster Elterabend auf der anderen Seite.

Hannah wird in die Eulengruppe gehen, zusammen mit einem Jungen aus der Spielgruppe und einem Mädchen, mit dem sie schon mal gespielt hat.

Aber leider wird sie erst in 55 Tagen ein Kindergartenkind sein. Nach dem Berliner Modell werden nämlich nur zwei Kinder pro Woche nachmittags in die Gruppe eingeführt. Da der Kindergarten wieder am 6. August öffnet und Hannah erst in der zweiten Woche, also am 13. August mit dabei ist, muss ich sie nach den Ferien noch zwei Wochen hinhalten.

Eigentlich war ich davon ausgegangen, dass der Kindergarten am 6. August wieder losgeht und die Eingewöhnungszeit noch vor den drei Wochen Ferienschließung stattfinden wird, so wie in den anderen Ratinger Einrichtungen auch, aber das war wohl falsch gedacht.

Naja, ich kann ja froh sein, dass ich nicht wie andere Mütter darauf angewiesen bin, dass es am ersten Tag nach den Ferien losgeht, schließlich muss ich nicht zurück in den Job.

Aber ärgerlich ist es schon, schließlich ist Hannah als Januarkind schon ziemlich heiß auf den Kindergarten und außerdem zahlt man den gesamten Monat - und das ist nicht gerade wenig...
22:24 Uhr | 6 Kommentare | Dies und Das


1. Von jette http://www.zwilobit.de (20.06.2007 15:12 Uhr)

Ich will auf keinen Fall zeigefingerhebend (oder ähnlich) klingen, aber eine Eingewöhnung VOR einer Schließzeit ist nie wirklich günstig, zumindest aus meiner Erfahrung - oft geht die Eingewöhnung nach der Schließzeit dann nochmal von vorn los.
;)

Daß Ihr den gesamten Monat bezahlen müßt, ist natürlich ärgerlich.

2. Von tanja (20.06.2007 18:19 Uhr)

Da hast Du sicherlich Recht, aber...


1. Hannah war ja schon ein paar Mal mit im KiGa, weiß also wie es läuft.


2. Ist die Eingewöhnung auch nur nachmittags, also nix mit regulärem Ablauf.


3.Wir haben einen Vertrag ab dem 1.8. und nicht erst ab dem 13.8., eine Freundin "darf" erst ab dem 16. hingehen.


4. Wenn man nicht in der Lage ist, sechs Kinder in einer Gruppe innerhalb der ersten Woche einzugewöhnen, dann sollte man die Verträge direkt anders machen und einen Teil der Kinder erst am 1.9. kommen lassen (zumal einige erst im Oktober drei werden).


5. Es wäre doch sicherlich möglich zu sagen, dass die eine Hälfte des Vormittags Fritz kommt und in der zweiten Hälfte Franz. Und am Nachmittag dürfen dann Fritzi und Franzi für je eine Hälfte kommen. Ist doch schließlich nicht so, dass die Erzieherin sich in der Zeit ausschließich nur um dieses Kind kümmert und die alten Kinder in der Gruppe zu kurz kommen.


Und ich werde mich am ersten Tag ganz bestimmt nicht mit Hannah hinsetzen und dort Obstgarten spielen! Das machen wir Zuhause. Der Kindergarten soll KINDERGarten sein, sie soll also mit anderen Stöpseln spielen...


Ich bin echt snttäuscht von dieser Regelung, besonders da wir uns gestern Abend noch mit den anderen Eltern um die Termine zur Eingewöhnung kebbeln mussten. Das ist doch keine Art. Bäh.


Immerhin ist das Konzept ansonsten in Ordnung und die Erzieherinnen sind motiviert. Aber dieses Eingewöhnungshickhack versteh ich wirklich nicht.

3. Von jette http://www.zwilobit.de (20.06.2007 19:18 Uhr)

Was an Eingewöhnungen schwierig ist: nur 1 Erzieherin pro Gruppe. Bei der Eingewöhnung sollte die Erzieherin schon möglichst einen Großteil der Zeit mit dem Kind und der Mutter zusammen sein - was prima geht, wenn es mehrere Erziehernnen gibt, so daß eine davon als Bezugserzieherin in Ruhe Kontakt aufnehmen und das Kind sich an sie gewöhnen kann.


Ich stell mir das sehr schwierig vor, daß vormittags zwei zur Hälfte kommen und nachmittags nochmal zwei, und ich denke einfach, es IST unmöglich, 6 auf einmal und dann erst recht in EINER Woche einzugewöhnen. Und NATÜRLICH hätte man Euch das sagen müssen, ist nicht in Ordnung so.

4. Von tanja (20.06.2007 21:07 Uhr)

Wie wird das denn bei Euch gemacht?


In diesem KiGa ist es so, dass sie in der guten Sitaution sind, zwei Erzieherinnen fest pro Gruppe zu haben. Und in Hannahs Gruppe gibt es sogar mittwochs den Sonderfall, dass drei Erzieherinnen da sind.


Von daher denke ich, dass es gehen müsste.


Zwei Kinder montags, je eins Dienstag bis Freitag und alle Kinder wären drin. Zumal doch die Mütter anfangs noch da bleiben.


Ich hatte in meiner Klasse 20 sechsjährige Kinder, von denen ein Drittel nie im KiGa war (somit auch Institutionsneulinge), ein Drittel ängstlich und weinerlich und ein Drittel verhaltensgestört. Dreiviertel der Kinder konnten kein Deutsch und ein Viertel sich nur schlecht verständlich machen. Und ich kannte teilweise nicht mal die Namen. Und alle kamen an einem Tag. Ging auch.


Ich sehe ja die Problematik: Aufgedrehte alte Kinder nach den Ferien, unsichere Neue und dann noch Mamis, die nicht loslassen können.


Aber das dann für sechs Kinder über zwei Wochen ziehen? Nee. Und ja, man hätte das schon mal im Vorfeld klären können. Wir saßen da wie vor den Kopf geschlagen.


Selbst dem Trägervertreter ist das peinlich. Der wusste nämlich von nichts und da die Leitung krank ist, haben die Erzieherinnen alles "irgendwie alleine" geplant. Mich hat heute die Bekannte, die erst am 16. gehen darf, angerufen, und gefragt, ob wir uns nicht gemeinsam an die Leitung wenden und unsere Kinder zusammen eingewöhnen sollen. So kommt ihr Sohn etwas eher in die Einrichtung und wir können während der "Rufbereitschaft" gemeinsam klönen.


Mal schauen, was da noch draus wird.

5. Von jette http://www.zwilobit.de (20.06.2007 22:07 Uhr)

Ich find trotzdem, 6 auf einmal geht nicht.


Wir sind eine kleine Kita, 19 Kinder, 4 Erzieher. Eingewöhnungen sind normalerweise im August, seltener zwischendurch, wenn durch Zufall ein Platz frei wird. Letztes Jahr bspw kamen 4 Kinder, da hatten wir jeweils zwei in der ersten Woche (Mo, Di, Do bzw. Mi und Fr), und vorher war geklärt, daß die anderen beiden zwei Wochen später beginnen. Nebenher liefen viele Aktionen, da mußten wir vorher gut organisieren.


Eine von uns ist bei der Eingewöhnung die Bezugserzieherin für 1 Kind, konzentriert sich nur auf dieses und ist Ansprechpartnerin für die Eltern. Die Eingewöhnungen dauern unterschiedlich lange, kommt auf Kind (und Eltern an). Die ersten zwei, drei Tage kommen beide für max 2 Stunden. Je nachdem, wie's läuft, wird die Dauer erhöht, die Eltern verschwinden zwischendurch. Das wird mehr und mehr gesteigert. In der Regel ist die EZ nach zwei Wochen abgeschlossen. Wir hatten auch schon eine anderthalb Monat-Eingewöhnung. War schwierig.


Durch die ruhige Zeit und die vielen Erzieher verläuft alles ganz sanft, keiner kommt zu kurz, die Gruppe wird nicht durch zu viele neue Kinder auf einmal und zu viele neue Gesichter gestört. Damit mein ich nicht, daß Unruhe nicht erlaubt oder gar verpönt ist. Doch je entspannter die EZ, desto schneller ist das ind eingewöhnt. Ich kenn's auch ganz anders aus früheren Zeiten in anderen Kitas, da war's ein einziger Krampf, die Eingewö. waren schlecht organisiert, alles sollte möglichst husch husch gehen.


Ich hab ganz einfach nur gute Erfahrungen mit unserer Art und Weise in den 7 Jahren, die ich hier in dieser Kita bin, gemacht. Und ja, ich weiß, 4 Erzieher sind Luxus, und da kann man sich so ruhige E-Zeiten erlauben.

6. Von tanja (20.06.2007 22:19 Uhr)

Wie gesagt, ich bin ja in der Luxussituation, nicht arbeiten gehen zu müssen. Und somit werde ich die geschenkten 14 Tage mit den beiden Mäusen möglichst lange im Bett bleiben und viel unternehmen.


Aber es ist eine Sauerei, dass das nicht vorher abgesprochen wurde. Dadurch, dass der erste Elternabend so kurz vor Start liegt, ist es für die Mütter, die wieder arbeiten gehen müssen bestimmt schwierig, die Zeit zu überbrücken.


Klar sollte man in diesem Fall schon vorher eingewöhnen und vielleicht das Kind zu Juni anmelden, aber mancheiner scheint die Eingewöhnungszeit nicht auf dem Schirm zu haben und denkt, dass das Kind ab dem ersten Kindergartentag von 8 bis 12 versorgt ist. Da müsste der KiGa vorher mal bessere Aufklärungsarbeit leisten.


Für die Kids ist eine langsame und schonende Eingewöhnung sicherlich von Vorteil und da hab ich auch absolut nichts gegen. Aber das erst fünf Wochen vor Start bekannt zu geben, wo man seinen Kids erzählt, dass es nach den Ferien endlich losgeht, ist echt mies. Und dass man sich mit den anderen Eltern um die Termine "kloppen" muss ist auch nicht gerade professionell.


Naja, so läuft es nun und letztendlich wird es sein Gutes haben. So fängt der Ernst des Lebens wenigstens sanft an.

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