Freitag 30.06.2006
Wenn mich etwas ganz besonders erfolreich vom Schlafen abhält, dann sind es Fliegen.

Aber nicht diese kleinen, fast niedlichen Surrer, sondern diese großen Suizidfliegen, die nur darauf warten, dass man sie mit der Fliegenklatsche von ihrem Leid erlöst.

Diese "dicke Brummer" genannten Viecher, gerne in Grüngold glänzend oder schwarz befellt, fliegen so aufgeregt durch das Zimmer, dass man davon ausgehen könnte, dass sie innerhalb der nächsten drei Sekunden an Herzversagen krepieren. Tun sie aber nicht.

Sie fliegen unbeirrt und in irrer Lautstärke durch die Gegend. Leider tun sie das auch noch so unkoordiniert, dass ein Patschen fast unmöglich wird. Erst wenn sich diese Biester mal für eine Sekunde hinsetzen, hat man eine Chance.

Allerdings gilt das nur für normalsehende Menschen, nicht für Brillenträger. Denn letztere haben ihre liebe Müh, das Fliegenviech auf dunklem Untergrund im verdunkelten Zimmer zu entdecken, schließlich liegt die Brille auf der Kommode im Flur, da man ja beim Schlafen keine Brille braucht und der Nachttisch seit Ankunft des Nachwuchses kein sicherer Ort mehr für eine zerbrechliche Sehhilfe ist.

Also heißt es nach Gehör auf die Pirsch zu gehen und wild in der Luft mit der Platsche rum zu fuchteln. Oder irgendwann entnervt die Brille zu holen, das Licht an zu machen und zu suchen. Oder einfach aufzustehen. Und in dem Moment, wo man sich dazu entscheidet, dass dieses Mistviech gewonnen hat, setzt es sich auf das Fenstersims und bekommt den langersehnten Herzinfarkt.

Wäre das nicht schon vor einer Viertelstunde drin gewesen?
10:00 Uhr | kommentieren | Dies und Das


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